Eisbären deklassieren Ratingen und übernehmen Tabellenführung

Die Hammer Eisbären haben im Spitzenspiel die Ratinger Ice Aliens 7:1 bezwungen und die Tabellenführung der Meisterrunde in der Regionalliga West übernommen.

 

„Ein so deutliches Ergebnis war im Vorfeld der Partie nicht zu erwarten, wir haben heute die mit Abstand beste Saisonleistung aufs Eis gebracht und auch in der Höhe verdient gewonnen“, war Trainer Ralf Hoja nach dem Spiel glücklich über den Kantersieg. In der Tat ließ die Konstellation einen solchen Spielverlauf nicht erwarten, standen die Gäste doch aufgrund der besseren Tordifferenz an der Spitze der Tabelle. Die Eisbären waren bis in die Haarspitzen motiviert und ergriffen von Beginn an die Initiative. Die Gäste hatten dem schnellen Spiel der Eisbären nur wenig entgegen zu setzten. Neben dem guten Forecheck stand an diesem Abend auch die Abwehr deutlich besser und mit Sebastian May hatten die Eisbären einen starken Rückhalt im Tor. Bereits in der 4. Minute jubelten die Eisbärenfans das erste Mal. Kevin Thau trieb die Scheibe mit Tempo nach vorne und legte dann zurück auf Dustin Demuth, dessen Direktabnahme zur Führung im Tor der Aliens einschlug. Hamm drängte weiter nach vorne und erarbeitete sich weitere Chancen, turbulent wurde es dann ab der 13. Minute, den Eisbären gelangen innerhalb von 1:17 Minuten drei Treffer durch Vavra in Überzahl, Weissleder und Kraft. Gästetrainer Jacobs reagierte, nahm seine Auszeit und brachte Oster für Kohl im Tor der Aliens. Am Spielverlauf änderte dies aber nichts.

 

Nach 22 Sekunden im zweiten Drittel war auch Oster überwunden, als Maaßen zunächst nur den Pfosten traf, der Abpraller bei Loecke landete und der die Scheibe ins leere Tor schob. Die Eisbären schalteten nun einen Gang zurück, Ratingen zeigte sich auch im Angriff, kam zu Chancen und durch Marvin Moch zum einzigen Treffer (27.). Auf der anderen Seite konnte Oster einen höheren Rückstand zunächst verhindern, war allerdings machtlos als Demuth einem Verteidiger die Scheibe abluchste und den anschließenden Alleingang eiskalt abschloss (34.). Es war die endgültige Entscheidung in dem einseitigen Spitzenspiel. Im letzten Drittel verwalteten die Eisbären das Ergebnis gut, konnten gar durch Thaus Treffer in den Winkel noch ein Tor nachlegen (46.). Danach ließen die Eisbären noch gute Einschussgelegenheiten liegen, an der Feierstimmung auf den Rängen änderte dies aber nichts. „Nach den knappen Niederlagen in dieser Saison wurde es für uns mal Zeit, dass wir Ratingen mal schlagen. Die Jungs haben sich für ihre Leistung belohnt“, resümierte Hoja zufrieden nach dem Spiel, obwohl er auch Dinge fand die verbesserungswürdig sind: „Ich wäre kein Trainer wenn ich nicht auch etwas finden würde was wir verbessern können. Defensiv haben wir uns deutlich gesteigert, das war wirklich gut, wir hätten aber noch mehr Tore schiessen müssen. Da sind wir aber nun auf einem wirklich hohen Niveau der „Kritik“ angekommen, aber wir wollen uns weiter entwickeln und dann müssen wir uns auch nach so einem guten Spiel mit diesen Dingen auseinandersetzen. Wir arbeiten unter der Woche daran und gehen mit viel Selbstvertrauen in das nächste Spitzenspiel in Neuwied“; so Hoja abschließend.         

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