Eisbären gewinnen Krimi in Ratingen und gleichen Serie aus

Die Hammer Eisbären haben einen wahren Krimi in Ratingen im zweiten Spiel der Finalserie der Regionalliga West mit 3:2 nach Penaltyschiessen für sich entschieden und somit den Ausgleich in der Serie geschafft.

 

Nach der schwachen Vorstellung in Spiel Eins wollten sich die Eisbären den Heimvorteil mit einem Sieg in Ratingen zurückholen und dieses Vorhaben gelang ihnen. Während man am Freitag noch die nötige Aggressivität und das nötige Tempo vermissen ließ, sahen die vielen mitgereisten Hammer Fans unter den 1.224 Zuschauern ein ganz anderes Gesicht ihrer Mannschaft. Sie gingen aggressiv in die Zweikämpfe, ohne das die Partie dadurch unfair wurde und strahlten auch vor dem eigenen Tor mehr Sicherheit aus. Beide Mannschaften hatten den nötigen Respekt voreinander und es entwickelte sich ein für die Zuschauer dramatisches Spiel. Nachdem beide Mannschaften zu Beginn des Spiels noch Chancen liegen ließen, hatten die Gastgeber in der 14. Minute das nötige Scheibenglück. In Überzahl prallte die Scheibe von Mochs Schlittschuh etwas glücklich ins Tor der Eisbären. Spätestens mit Beginn des zweiten Drittels zeigten die Eisbären, warum man sie nicht abschreiben darf. Mit einem gut dosierten Forecheck setzten sie die Gastgeber zunehmend mehr unter Druck und Oster verhinderte zunächst noch den Ausgleich Pech hatte Kevin Thau, als sein Schuss nur am Pfosten landete (28.). Besser machte es dann Oliver Kraft, der das Tor von Oster umkurvte und die Scheibe irgendwie mit mehrfachem Nachstochern unter dem Schoner im Tor unterbringen konnte. Hamm drückte nun auf die Führung, aber die Gastgeber blieben mit schnellen Kontern stets gefährlich. Ein Break von Cohut war ebenso wenig erfolgreich (38.) wie ein Alleingang von Vanek, der am gut aufgelegten May scheiterte (40.). So ging es mit je einem Treffer auf der Anzeigentafel in die zweite Pause.

 

Im letzten Drittel setzten die Eisbären zunächst wieder die Akzente. Erneut war es Oliver Kraft, der von Thau im Slot angespielt wurde und die Scheibe im Tor versenkte (44.). Danach wurde auch Ratingen wieder aktiver und wollte den Ausgleich erzielen. Einen schnell vorgetragenen Konter schloss Schumacher dann mit einem harten Schuss in den Winkel ab (53.). Die Spannung erreichte mehr und mehr seinen Höhepunkt, beide Mannschaften wussten, dass der nächste Fehler das Spiel entscheiden könnte. Weitere Treffer sollten allerdings nicht mehr fallen und so ging es in die Verlängerung, 5 Minuten 4 gegen 4. Hier spielten die Eisbären fast ausschließlich auf das Ratinger Tor. Die Gastgeber hatten sichtlich Mühe sich aus der eigenen Zone zu befreien, doch mehr als ein erneuter Pfostenschuss durch Ortwein sprang nicht heraus, so dass das Penaltyschiessen die Entscheidung bringen musste. Hier hielt Sebastian May alle drei Versuche von Hanke, Kuchynka und Schneider. Auf der anderen Seite traf Loecke mit dem ersten Penalty, da fiel es nicht mehr ins Gewicht, dass Oster den Penalty von Maaßen hielt. Trainer Ralf Hoja zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Wir sind heute ganz anders aufgetreten als am Freitag und haben uns deutlich gesteigert. Die Chancenverwertung hätte durchaus besser sein können, dann hätten wir nicht so lange zittern müssen, aber das ist egal, am Ende zählt der Sieg. Für uns war das enorm wichtig um nicht am Freitag ein Alles oder Nichts-Spiel haben. Im Penaltyschiessen waren wir heute die glücklicheren. Das was uns Freitag gefehlt hat, haben wir heute gut umgesetzt und den Ratingern so den Zahn gezogen. Wir arbeiten jetzt untre Woche hart im Training und wollen die Serie zu unseren Gunsten drehen.“

 

Spiel 3 der Best of 5-Serie findet am Freitag um 20:00 Uhr in der HeLiNet-Eissportarena statt. Die Eisbären bieten hierzu einen Vorverkauf in der Blueliner Sportsbar & Diner an. Dort können täglich Stehplatzkarten erworben werden, zusätzlich am Mittwoch in der Zeit von 17:00 Uhr – 19:30 Uhr auch Sitzplatzkarten. Die Vorverkaufskarten sind einen Euro günstiger als an der Abendkasse.

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