Eisbären sammeln mit 6 Punkten Selbstvertrauen für die Play-Offs

Die Hammer Eisbären haben das letzte Wochenende in der Meisterrunde erfolgreich absolviert und die Auswärtsspiele in Diez-Limburg mit 5:4 und in Lauterbach mit 7:4 für sich entschieden und souverän als Tabellenführer den Einzug in Play-Offs geschafft.

 

Das Spiel in Limburg gegen die heimischen Rockets war nicht das Beste was die Eisbären diese Saison aufs Eis gebracht haben, dennoch fuhren sie einen 5:4-Erfolg ein und sicherten sich somit einen Spieltag vor Ende der Platzierungsrunde den ersten Platz und somit die Poleposition im Kampf um die Meisterschaft der Regionalliga West. Für Andre Kuchnia war es das letzte Spiel im Eisbärentrikot in dieser Saison – er unterzog sich am Montagvormittag einer Operation an seiner lädierten Schulter. Das Spiel begann mit zwei schnellen Toren, zunächst brachte Krieger die Gastgeber in Führung doch nur 16 Sekunden später erzielte Marvin Cohut den Ausgleich für die Eisbären (2.). Nur drei Minuten später fand ein Handgelenksschuss erneut von Cohut den Weg in die Maschen des Limburger Tores und bedeutete die Führung für die Gäste. In der Folgezeit ließen sowohl die Eisbären als auch die Rockets einige Chancen liegen, so dass die sich die feldüberlegenen Gäste mit der knappen Führung zufrieden geben mussten. Im zweiten Drittel starteten wieder die Gastgeber erfolgreicher. Nachdem beide Mannschaften eine Unterzahl überstanden hatten waren die Eisbären noch unsortiert in der Defensive und Firsanov nutzte dies zum Ausgleich (22.). Hamm ließ wie schon im ersten Spiel in Limburg das Tempo in den Angriffen vermissen und so stand die Defensive der Gastgeber gut. In der 30. Minute trafen dennoch die Eisbären – Ibrahim Weissleder fälschte vor dem Tor stehend einen Schuss von Lari Mäkijärvi unhaltbar ab. Eine doppelte Überzahl brachte den Rockets den erneuten Ausgleich, Firsanov erzielte seinen zweiten von 3 Treffern an diesem Abend (32.). Im letzten Abschnitt zeigten Die Gäste vor allem in den ersten 10 Minuten warum sie an der Tabellenspitze stehen. Zunächst erzielte Michel Maaßen das 4:3 in Nachstochern (41.) und das schönste Tr des Abends war Robin Loecke vorbehalten, der eine schöne Kombination über Maaßen und Mäkijärvi mit einem gezogenen Schuss in den langen Winkel abschloss (47.). Aber Limburg steckte nicht auf und erneut in Überzahl konnte Firsanov mit einem Schuss von der blauen Linie verkürzen (49.). Die Eisbären brachten das Ergebnis allerdings über die Bühne und revanchierten sich für die 2:6-Pleite zu Beginn der Vorrunde. „Wir haben nicht das nötige Tempo in unseren Aktionen gehabt und heute von unserer individuellen Klasse gelebt. Am Ende zählen nur die drei Punkte und der erste Platz in der Meisterrunde“, war Trainer Ralf Hoja zwar mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Spielweise seiner Mannschaft einverstanden.

 

Am Sonntag ging es dann für die Eisbären in Luchsbau nach Lauterbach. Die Eisbären standen bereits vor der Begegnung als Erster der Meisterrunde fest und konnten ganz befreit aufspielen. Trainer Ralf Hoja hatte zu Beginn bereits die Marschrichtung ausgegeben und seinen Jungs quasi einen Freibrief erteilt: „Vielleicht sollte ich den Jungs öfter sagen dass sie rausgehen und Spass haben sollen, das hat heute Bestens funktioniert“. In der Tat war die Leistung der Eisbären in den ersten 40 Minuten imposant, ein sicherer Spielaufbau mit genauem Passspiel und ein guter kontrollierter Forecheck ließen die Luchse kaum atmen. Die Eisbären spielten sich phasenweise im Drittel der Gastgeber fest. Das einzige Manko im ersten Drittel war die Chancenverwertung, denn es stand nur 1:1 aus  Sicht der Eisbären. Robin Loecke brachte die Eisbären in der 4. Minute früh in Führung, ehe Marijus Maier für die Gastgeber ausglich (7.). Pech hatte Martin Köchling, der sein 500. Spiel für eine erste Mannschaft in Hamm absolvierte, als sein Schuss nur an den Pfosten klatschte (9.). Die wenigen Torchancen der Gastgeber vereitelte der gut aufgelegte Figge im Tor der Eisbären und die gut organisierte Defensive. Im zweiten Drittel drückte sich die Überlegenheit der Eisbären auch in Toren auf der Anzeigentafel aus: Thau per Abstauber (22.), Maaßen nach einer Kobination mit Weißleder und Loecke (28.) und zweimal Kraft (36., 38.) schraubten da Ergebnis auf ein beruhigendes 1:5. „Die ersten zwei Drittel war das unser bestes Eishockey was wir in dieser Saison gezeigt haben. Im letzten Drittel haben wir Zügel etwas schleifen lassen, aber da kann ich den Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen“, so Hoja nach dem Spiel. Auch Arno Lörsch, Trainer der Luchse zollte dem Auftritt der Gäste vollste Anerkennung: „Das war die mit Abstand stärkste Mannschaft die ich in dieser Saison hier gesehen habe, das müssen wir neidlos anerkennen. Der Meistertitel geht in dieser Saison nur über Hamm“. Das letzte Drittel entschieden die Luchse für sich durch Treffer von Grund (46., PP; 54.) und erneut Maier (57.) bei zwei Treffern der Eisbären durch Kuntu-Blankson (51.) und Loecke (58.). „Wir haben die zusätzlichen Ausfälle von Andre Kuchnia und Dustin Demuth sehr gut kompensiert und uns zusätzliches Selbstvertrauen für die Play-Offs geholt. Jetzt geht es in die Phase wo wir drauf hingearbeitet haben, aber wir dürfen keinen Gegner unterschätzen und das werden wir nicht, schließlich wollen wir so weit wie möglich kommen“, blickt Hoja voraus.

 

Im Viertelfinale bekommen es die Eisbären mit den Dinslaken Kobras zu tun, die sich als Zweiter der Relegationsrunde den letzten Platz für die Play-Offs sicherten. In der Best of Three Serie benötigen die Eisbären zwei Siege um in das Halbfinale einzuziehen. Das erste Spiel steigt am Freitag, 17.02. um 20:00 Uhr in der heimischen HeLiNet-Eissportarena. Am Sonntag kommt es um 19:00 Uhr zum zweiten Vergleich in Dinslaken. Ein eventuell noch notwendiges drittes Spiel würde dann am Dienstag 21.02. um 20:00 Uhr wieder in Hamm stattfinden.

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