Eisbären wollen als Tabellenerster in die Play-Offs

Nach dem Kraftakt des vergangenen Wochenendes, mit dem die Eisbären trotz der personellen Schwächung durch die Grippewelle mit letztem Einsatz fünf Punkte aus Neuwied und gegen Neuss einfuhren, müssen die Hammer am Freitag ab 20.30 Uhr bei der EC Diez-Limburg und am Sonntag um 18 Uhr beim EC Lauterbach die letzten Körner mobilisieren.

Drei Punkte fehlen noch. Damit würde das Team als Tabellenerster in die Play-offs einziehen. Was besonders wichtig wäre, denn dann würden die Eisbären im entscheidenden Spiel immer Heimrecht genießen.

 

Doch die Mannschaft geht derzeit, so Trainer Ralf Hoja, am Stock. Einige Spieler, die in Neuwied und gegen Neuss fehlten, habe ihren Infekt zwar auskuriert, dafür hat es aber andere Akteure erwischt. „Wir haben extra am Dienstag das Training ausfallen lassen. Die Jungs sollen sich erholen und sich nicht auch noch gegenseitig anstecken“, erklärt der Coach. Der wird am Freitag wohl erst bei der Abfahrt des Busses erfahren, welche Spieler die Reise nach Diez-Limburg mit antreten können. Tim Pietzko und Kai Domula stehen auf Grund ihrer Verletzungen auf keinen Fall zur Verfügung. Hinter vielen anderen Akteuren steht ein großes Fragezeichen. Immerhin hat sich Stammtorhüter Sebastian May wieder einsatzfähig gemeldet.

Wenn es nach Hoja geht, sollen die noch fehlenden Punkte am besten schon in Diez-Limburg eingefahren werden, damit das Team am Sonntag ohne Druck nach Lauterbach fahren kann. Schon am folgenden Freitag steht die erste Aufgabe in den Play-offs an. Eine lange Vorbereitung bleibt da nicht. „Deswegen müssen wir bereits am Wochenende in den Play-off-Modus umschalten, um gerüstet zu sein, denn man kann nicht von einem Tag auf den anderen den Schalter einfach umlegen“, setzt der Trainer darauf, dass seine Mannschaft bei der Aufgabe in Diez-Limburg die Konzentration hochhalten wird. Die Gastgeber liegen mit nur sechs Punkten abgeschlagen an vorletzter Stelle der Endrundentabelle, haben deshalb auch keine Chance mehr, durch einen Erfolg eine bessere Ausgangsposition für die entscheidende Meisterschaftsphase zu erkämpfen. Im Hinspiel feierten die Eisbären übrigens mit dem 15:4-Erfolg den höchsten Saisonsieg. Damals traten die Rockets aber mit ihrem letzten Aufgebot in Hamm an. „Diese Partie war sicherlich kein Maßstab“, meint Hoja, der auch die 2:6-Niederlage der Hammer zu Beginn der Saison in Diez noch nicht vergessen hat. Gegen die Eisbären müssen die Gastgeber auf ihren russischen Ausnahmekönner Andrej Teljukin verzichten, der zuletzt eine Matchstrafe erhielt und weiter gesperrt ist.

In Lauterbach wird es für die Eisbären am Sonntag noch schwerer. Deswegen wäre Hoja froh darüber, wenn seine Mannschaft dann nicht mehr vom Thron gestoßen werden kann.

 

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