Neuauflage des Vorjahresfinals für die Eisbären

Für die Hammer Eisbären steht an diesem Wochenende nach zwei Wochen mit jeweils nur einem Spiel wieder ein Doppelspieltag an. Am Freitag geht es zum Meister nach Ratingen und am Sonntag geht es zu Hause gegen die 1b der Roten Teufel Bad Nauheim.

Meister trifft auf Vizemeister. Eigentlich sind dies Voraussetzungen für ein echtes Spitzenspiel, doch die Zeichen stehen derzeit etwas anders. Es ist gut ein halbes Jahr her, als beide Mannschaften in der Finalserie der 1. Liga West aufeinander trafen. Damals setzten sich die Aliens in beiden hochklassigen Spielen jeweils mit 6:4 durch und feierten die Meisterschaft. Doch die Liga ist deutlich enger zusammengerückt und die vor der Saison gehandelten Topteams ließen allesamt schon Punkte liegen, so auch die Aliens am vergangenen Wochenende, als man in Herford 0:3 unterlag. Dennoch ist der Titelverteidiger auch in dieser Saison ein heißer Anwärter auf die Meisterschaft, verstärkte man sich doch im Sommer gut, mit Pompino, Schröder und Potthoff kamen drei Spieler aus Dortmund sowie Schneider (Essen) und Appelhans (Neuss) an den Sandbach. Zudem konnte man den Großteil der Mannschaft halten. „Ratingen hat eine gute Qualität in ihrem Kader, das ist uns bewusst, dennoch glaube ich dass unsere Jungs motiviert sind nach der Finalniederlage der letzten Saison“, so Ralf Hoja.

Bei den Eisbären läuft es derzeit noch nicht rund. Am vergangenen Wochenende setzte es eine 5:6-Heimpleite gegen den Neusser EV. Die Eisbären zeigten vor allem in den ersten beiden Dritteln eine erschreckend schwache Leistung, hinterfragten sich unter der Woche aber auch selbstkritisch: „Wir haben das Spiel unter der Woche natürlich aufgearbeitet. Wir wollen an die Leistung aus dem letzten Drittel anknüpfen und unbekümmert spielen, vor allem aber müssen wir unsere Leistung über das gesamte Spiel abrufen“, so Hoja. Personell sieht es weiterhin nicht besser aus im Lager der Eisbären. Zu den Ausfällen von Mäkijärvi, Ortwein und Schäfer gesellt sich nun Oliver Kraft hinzu, der sich gegen den Neusser EV einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Hinter den Einsätzen von Kevin Thau und Christof Ulrich steht wegen eines grippalen Infekts noch ein Fragezeichen. „Die personellen Probleme haben wir ja schon seit der Vorbereitung und müssen damit umgehen. Jammern hilft uns hier nicht weiter, sondern der Wille von jedem Einzelnen 100 % Vollgas zu geben. Vielleicht ist es auch ein Vorteil nicht als Favorit ist Spiel zu gehen.“ Bully ist am Freitag in der Eishalle am Sandbach um 20:00 Uhr.

Am Sonntag steht das Heimspiel gegen die 1b der Roten Teufel Bad Nauheim auf dem Programm. Die Gäste erwiesen sich bislang als „Wundertüte“, ließen zuletzt allerdings mit einem Sieg bei den Eisadlern Dortmund aufhorchen. Mit Kiian und Magnar Aaltonen konnte man zwei Oberligaspieler verpflichten und Alexander Baum und Frederik Gradl verfügen gar über DEL2-Erfahrung. „Wenn Bad Nauheim komplett anreist, bringen sie mindestens zwei gute Blöcke mit, dennoch muss es unser Anspruch sein das Apiel zu gewinnen. Aber erstmal steht das Spiel in Ratingen an“, so Hoja abschließend. Bully ist am Sonntag um 18:30 Uhr in der Helinet-Eissportarena.