Deutliche Leistungssteigerung reicht nicht um Punkte einzufahren

Die Hammer Eisbären haben die Neuauflage des Vorjahresfinals in Ratingen knapp mit 3:2 verloren, dennoch zeigten sie sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert.

Beiden Mannschaften merkte man an, dass sie bei weitem noch nicht auf dem Stand der letzten Saison befinden. Es entwickelte sich ein relativ zerfahrenes erstes Drittel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Den ersten kapitalen Fehler nutzten die Gastgeber zur Führung. Kevin Thau verlor im Spielaufbau an der eigenen blauen Linie die Scheibe, Fischbuch nutzte dies und legte ab auf Kuchynka, der keine Probleme hatte die Scheibe an May vorbei zu bringen (7.). Die Eisbären zeigten sich vor allem körperlich deutlich präsenter und kämpften sich ins Spiel zurück. In der 14. Minute gelang der Ausgleich durch Tommy Kuntu-Blankson, der nach gutem Forecheck Oster überwinden konnte. Doch noch im ersten Drittel gelang den Aliens die erneute Führung. Die Eisbären waren nicht nah genug an ihren Gegenspielern und die Aliens spielten den Angriff schnell aus den Fischbuch abschloss (18.).

Ab dem zweiten Drittel übernahmen die Eisbären zunehmend die Kontrolle über das Spiel, drängten die Gastgeber phasenweise in deren eigenes Drittel und gaben sich nicht kampflos geschlagen. „Ab der 21. Minute war das mit Abstand unser bestes Saisonspiel“, resümierte Ralf Hoja nach dem Spiel. In der 33. Minute jubelten die Hammer bereits über den Ausgleichstreffer durch Kamil Vavra, aber dem Treffer wurde wegen eines „Schlittschuhtores“ die Anerkennung verweigert. Nur kurze Zeit später folgte die kalte Dusche für die Eisbären, Klinke vertändelte hinterm eigenen Tor die Scheibe und Potthoff traf zum 3:1 (34.). So ging es auch zum zweiten Pausentee. Im letzten Drittel drückten die Hammer noch stärker, Ratingen konnte sich nur noch selten mit qualitativ guten Kontern befreien, allerdings scheiterten sie immer wieder an Oster. 1:57 Minuten vor Ende gelang Vavra dann doch noch der Anschluss. Hoja versuchte alles, nahm May aus dem Tor zu Gunsten eine sechsten Feldspielers, es sollte nicht mehr reichen. „Ich hätte mir eher den Anschlusstreffer gewünscht um noch mehr Optionen zu haben. Das war leider nicht der Fall, dennoch können wir auf die Leistung aufbauen und an die letzten beiden Drittel heute anknüpfen“, so Hoja nach der Begegnung.

Am Sonntag geht es für die Eisbären mit dem Heimspiel gegen die Reserve der roten Teufel Bad Nauheim weiter. Bully ist um 18:30 Uhr in der Helinet-Eissportarena.

Foto: Dirk Unverferth