Limburg hat leichtes Spiel gegen schwache Eisbären

Die Anreise nach Limburg gestaltete sich schwierig durch einen 45-minütigen Zeitverlust im Stau auf der A1, so dass das Spiel in Absprache mit den Gastgebern und den Schiedsrichtern erst gegen 21:00 Uhr beginnen konnte. Allerdings präsentierten sich die Eisbären erschreckend schwach und verloren völlig verdient mit 6:2.

Lange Anreise, kurzes Warm-Up oder langsames Eis, man könnte versuchen viele Ausreden zu finden um die Niederlage zu erklären, Trainer Ralf Hoja fand andere Worte: „Ich zutiefst enttäuscht von der Leistung der Mannschaft. Wir haben alles vermissen lassen, um Spiele zu gewinnen, hatten kaum Tempo in unseren Aktion und auch körperlich haben wir uns zu einfach abkochen lassen. Wir schaffen es nicht unsere Trainingsinhalte aufs Eis zu bringen.“ Die Eisbären hatten Probleme gut ins Spiel zu finden. Limburg ließ die Eisbären gewähren und setzte auf das gefährliche Konterspiel. In der 9. Minute führte einer dieser Konter zur Führung, als Fischer eine 2 auf 1-Situation routiniert abschloß. Doch die Eisbären kamen schnell zurück, Thau bediente mit einem Rückpass Cohut, der die Scheibe durch die Schoner von Neurath bugsierte (10.). Das die Limburger über DEL-erfahrene Spieler verfügen zeigte sich beim erneuten Führungstreffer. Teljukin spielte aus dem eigenen Drittel einen Steilpass auf den an der blauen Linie lauernden Firsanov, der dem besten Hammer, Sebastian May, keine Chance ließ (15.). Auch im zweiten Drittel trafen die erst die Gastgeber, Fischer nutzte sein Tempo und ließ zwei Eisbären stehen und konnte zuletzt auch May überwinden (23.). Die Eisbären versuchten anschließend etwas mehr Druck aufzubauen und kamen zu einigen Chancen, Kevin Trapp verwertete ein schönes Zuspiel von Thau zum 3:2 (29.). Zwei Minuten später war eine Strafe gegen die Gastgeber angezeigt und die Eisbären machten mächtig Druck auf den Ausgleich. Die Scheibe landete schließlich auch im Tor, allerdings hatte der Schiedsrichter bereits abgepfiffen und das Tor zählte nicht. Es kam aber noch schlimmer für die Eisbären, in dieser Überzahl konnte Ulrich die Scheibe nicht kontrollieren, Brabec schnappte sie sich und erzielte das 4:2 (33.). „Das war unser Genickbruch, wir waren dem 3:3 näher als Limburg dem 4:2, aber wieder bringen wir uns durch einen individuellen Fehler ins Hintertreffen“, so Hoja. Limburg legte aber noch einen weiteren Treffer kurz vor Ende des Drittels durch Brabec nach (59.). Im letzten Drittel versuchten die Eisbären nochmal heranzukommen. Doch gute Chancen von Thau, Vavra und Demuth blieben ungenutzt, bzw. wurden von Neurath vereitelt. Auf der anderen Seite spielte Limburg ein Powerplay gnadenlos aus und setzte durch Firsanov den Schlußpunkt (57.). „Wir konnten uns bei Sebastian bedanken, der heute stark gehalten hat, dass das nicht noch deutlicher ausgegangen ist. Ich erwarte von jedem Einzelnen eine klare Leistungssteigerung am Sonntag in Grefrath“, so ein enttäuschter Hoja nach dem Spiel. Am Sonntag gastieren die Eisbären beim noch punktlosen Schlusslicht in Grefrath. Bully ist um 19:30 Uhr.