Derbysieg krönt 6-Punkte-Wochenende der Eisbären

Mit zwei Siegen gegen die Dinslaken Kobras und im Derby bei den Eisadlern Dortmund haben die Hammer Eisbären das Wochenende mit 6 Punkten abgeschlossen und ihren Aufwärtstrend fortgesetzt und kletterten auf Platz 4 der Regionalliga West.

Gegen die Dinslaken Kobras hatten sich die Eisbären viel vorgenommen und starteten entsprechend druckvoll in die Begegnung. Offensiv spielten sie einen aggressiven Forecheck und wollten die Gäste nach Möglichkeit nicht ins Spiel kommen lassen. Die Kobras konnten hingegen mit einem schnellen Umschaltspiel überzeugen und gingen bereits in der dritten Minute in Führung als Dreyer den im Rückraum freistehenden Heffler bediente. Die Eisbären zeigten sich unbeeindruckt und glichen nur zwei Minuten später aus. Kevin Thau sah Dustin Demuth, der per Direktabnahme erfolgreich war. „Das erste Drittel war offensiv das bislang Stärkste was wir diese Saison gezeigt haben. Leider haben wir uns defensiv nicht clever genug angestellt und waren doch recht anfällig“, erklärte Hoja nach dem Spiel. So war es ein Konter, der die Gäste erneut in Führung brachte. Spazier vollendete eine 2 auf 1-Situation gekonnt (9.), doch die Eisbären bewiesen Moral und glichen noch im ersten Drittel aus. Nach einem Schuss von Demuth setzte Kraft nach und stocherte die Scheibe zum Ausgleich über die Linie (18.). Im zweiten Drittel bekam Sebastian May im Tor der Eisbären zunächst deutlich mehr zu tun. Die ersten Minuten gehörten den Gästen, doch May war gut aufgelegt an diesem Abend und vereitelte alle Versuche der Kobras. Mitten in diese „Drangphase“ der Gäste gingen die Eisbären erstmals in Führung. Kevin Thau kam von der Strafbank und erhielt direkt einen Pass, startete durch und legte uneigennützig auf Kuntu-Blankson ab, der den viel umjubelten Führungstreffer erzielte (29.). Diese Führung gaben die Eisbären nicht mehr her. Es folgte in Überzahl das 4:2 durch Kevin Thau, der einen Handgelenksschuss im rechten Winkel platzierte (35.). Das letzte Drittel begann mit einem Aufreger, als Hauptschiedsrichter Marc-Andre Naust die Scheibe unglücklich ins Gesicht bekam und blutend das Eis verlassen musste (41.). Beide Mannschaften einigten sich darauf im 2-Mann-System weiterzumachen. Das Spiel wurde immer zerfahrener mit vielen Strafen auf beiden Seiten. Den Schlusspunkt setzte schließlich Dustin Demuth viereinhalb Minuten vor dem Ende der Begegnung. „Insgesamt ist der Sieg verdient, wir haben offensiv viel Druck gemacht und gut gearbeitet. Zum letzten Drittel haben wir defensiv etwas umgestellt, dadurch haben wir deutlich mehr Sicherheit gehabt, aber auch nach vorne etwas Durchschlagskraft verloren“, so Hoja nach der Begegnung.

Am Sonntag ging es für die Eisbären dann zum Westfalenderby nach Dortmund. Im ersten Drittel entwickelte sich eine schnelle Begegnung mit viel Tempo. Die Eisbären gingen konzentriert in die Partie und wurden früh belohnt. Bereits nach 3 Minuten durften die zahlreichen mitgereisten Fans das erste Mal jubeln. Kevin Thau trieb die Scheibe mit viel Tempo ins gegnerische Drittel, spielte quer zu Oliver Kraft, der die Scheibe unter der Latte im Tor unterbringen konnte. Im Anschluss hatten die Eisbären mehr vom Spiel, erarbeiteten sich viele Torchancen, aber im Abschluss fehlte das nötige Glück, bzw. scheiterten sie an Dräger: „Da müssen wir aus unseren Chancen einfach mehr Kapital schlagen, dann wird es nicht eng für uns. Gerade die sich bietenden Chancen im Powerplay müssen wir besser ausspielen“, haderte Hoja mit der Chancenverwertung. Selbst eine zweiminütige doppelte Überzahlsituation konnten die Eisbären nicht nutzen. Und so kam es wie es kommen musste, mit ihrem ersten Powerplay erzielten die Eisadler den Ausgleich (18.). Im zweiten Drittel überschlugen sich dann die Ereignisse. Dortmund versuchte vor allem körperlich Akzente zu setzen und die Eisbären fanden sich immer häufiger auf der Strafbank wieder. „Das war nicht mehr schön anzuschauen, da haben wir uns leider durch die Spielweise der Gastgeber anstecken lassen“, so Hoja. Die ersten drei Unterzahlspiele überstanden die Eisbären noch schadlos und konnten ihrerseits in Form der erneuten Führung durch den überragenden Kevin Thau einen Akzent setzen (27.). Nach einem Handgemenge zwischen Thau, Demuth (Hamm) und Buchwald sowie Gleibler (Dortmund) hagelte es Strafzeiten. Demuth bekam als Einziger zusätzlich noch 2 Strafminuten wegen eines Stockschlags so das Dortmund erneut in Überzahl agieren konnte. Das wussten die Gastgeber zu nutzen, Alda erzielte den Ausgleich (31.). Nur eine Minute später, die Eisbären waren abermals in Unterzahl, gingen die Gastgeber durch einen unhaltbaren Schuss von der blauen Linie durch Gose in Führung. Die Eisbären steckten nicht auf und kamen wieder zurück, denn von nun mussten auch die Gastgeber auf die Strafbank. Bei 4 gegen 4 gelang Thau per Direktabnahme der Ausgleich (36.) und 9 Sekunden vor Schluss spielte Kuchnia einen schönen Diagonalpass auf Thau, der in Überzahl keine Mühe mehr hatte die Führung der Eisbären zu erzielen. Im letzten Drittel beruhigten sich die Gemüter wieder. Die Eisbären fokussierten ihre Abwehrarbeit und ließen nicht viel zu, nach vorne investierten sie aber nicht mehr viel, so dass die Partie erst zum Ende hin wieder Fahrt aufnahm. Eineinhalb Minuten vor Ende nahmen die Gastgeber eine Auszeit und opferten Dräger zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. Die Eisbären überstanden aber auch diese Situation und jubelten am Ende über den Derbysieg und den Sprung auf Platz 4 der Regionalliga West. „Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben diesen Sieg unbedingt gewollt und die Jungs haben dafür hart gekämpft. Mit Kamil Vavra in der Verteidigung haben wir etwas mehr Sicherheit und Tempo im Spiel nach vorne gewonnen. Aber auch alle anderen haben sich richtig reingehauen und am Ende hat die spielerisch bessere Mannschaft gewonnen. Kevin Thau hat ein richtig gutes Wochenende gespielt und dem Team mit seinen Treffern und Assists Sicherheit gegeben. Wir freuen uns natürlich über den dritten Sieg in Folge und wollen kommendes Wochenende nachlegen“, so Trainer Ralf Hoja nach dem Spiel.