Tapfere kleine Eisbären halten auch die andere Wange hin…

Die erste Watschen bekamen die kleinen Eisbären (U10) schon vor Beginn des Bambini-Turniers in Herne. Samstagmorgen um 8h00 sollten dort mindestens 10 Feldspieler und zwei Torwarte antreten doch schon am Vorabend war klar: alle Versuche einer Wunderheilung um den Krankenstand der Eisbären zu reduzieren fruchtete nicht. Die bereits im Vorfeld „genehmigten” Urlaubsanträge waren auch schon fix (wir brauchen dringend Profi-Verträge für Kinder und so stellten sich 8 Spieler und 2 Torwarte (nach dem Warmmachen war es nur noch ein Torwart) den Übermächten aus Dortmund, Neuss und Herne.
Um es kurz zu machen: alle Spiele wurden mehr oder weniger deutlich verloren und doch war es für unsere Kids ein wertvoller und ruhmreicher Vormittag.
Warum? Bei jedem Wechsel spurtete die nächste Reihe der Eisbären aufs Eis und kämpfte als gäbe es kein Morgen mehr. Nicht einmal kam ein „mir reichts”, „ich hab keine Lust mehr” oder „ich will auf’n Arm”! Selbst als einer unserer Spieler für einige Minuten lädiert passen musste, spielte sein Mannschaftskollege eben mal ein paar Wechsel durch.

Natürlich hatten wir auch tolle Aktionen auf dem Eis, Tore von Maik und Luca, clever ausgeführte Angriffe, immer wieder mutiges „sich in die Schüsse werfen” und permanente Befreiungsschläge.

Kurios: Im letzten Spiel gegen den Herner EV verletzte sich unser Goalie Noah durch einen harten Schuss (da wo’s Männern mal so richtig weh tut. Trotz aller Tapferkeit und einer minutenlangen Unterbrechung musste Noah jetzt vom Eis und wurde mit ordentlich Eis (und ein paar blöden Sprüchen) behandelt.
Spielabbruch? Nicht beim gastgebenden Herner EV! Die schickten uns völlig unkompliziert und ohne Transfergebühr ihren 2ten Torwart. Mike hieß der Bub und er machte seine Sache richtig gut, zwar musste auch er 2x hinter sich fassen, dafür vereitelte er allerdings auch einen Penalty.
4 Minuten vor Spielende hatten wir dann plötzlich 2 diskutierende Torwarte im Hammer Gehäuse. Noah ist wieder da und es schien ihm nicht richtig, einen gegnerischen Goalie in „seinem” Tor zu sehen. Kurzerhand sprang er einfach aufs Eis um seinen Kasten wieder selbst auszufüllen. Spielunterbrechung, ein schmunzelnder Schiedsrichter, verwunderte Trainer und lachende Eltern – alles gut! Noah ist wieder im Tor und hier noch mal ein dickes Dankeschön an den Herner EV und den (jederzeit wieder) willkommenen Mike!
Fazit: Wer so verlieren kann und mit stolzer Brust und erhobenen Hauptes vom Eis geht, braucht sich nichts vorwerfen!
Noch ein kleines Schmanckerl am Rande: Wenn ein Bambini mal wieder seinen Schweißanzug vergessen hat, zieht Mutti sich kurzentschlossen die lange Unterwäsche aus und friert auf der Tribüne.

Für Hamm gefightet haben: Noah, Konstantin, Moritz, Armin, Bjarne, Luca, Maik, Alex, Justin und Aushilfskraft Mike aus Herne.
(gk)