Souveräner Playoff-Auftakt

„Das war schon souverän“, lobte Eisbärentrainer Ralf Hoja sein Team nach dem 10:0 (3:0, 4:0, 3:0) -Sieg über den Neusser EV. Die Eisbären waren von Anfang an konsequent in Überzahl und dadurch direkt gut im Spiel. Die erste Überzahlsituation im Auftaktmatch der Playoffs nutzte Kevin Orendorz gleich aus und erzielte das frühe 1:0 (3.). Orendorz, der sich in königlicher Form präsentierte, legte im ersten Abschnitt noch zwei Treffer nach (13. und 19.).

Kevin Thau in den Playoffs

Den vierte Treffer ging dann auf das Konto Michal Špaček. In erneuter Überzahl scheiterte Orendorz zunächst an Neuss- Goali Ken Passmann, doch Špaček war dann zur Stelle (22.). Auch das fünfte Eisbärentor entstand im Powerplay. Dieses Mal netzte Tim Pietzko ein (29.). Kurz darauf machte Thomas Lichnovsky das halbe Dutzend voll (31.). Daraufhin wechselten die Gäste aus Neuss den Torhüter. Für Ken Passmann ging Patrick Fücker zwischen die Pfosten, aber auch der konnte Orendorz nicht stoppen, der mit seinem vierten Treffer das 7:0 erzielte (34.).

Direkt nach Wiederanpfiff legte der Ex-DEL-Profi nach und erhöhte auf 8:0 (41.). Lichnovsky (43.) und Kevin Thau (52.) schraubten das Ergebnis schließlich auf den zweistelligen Endstand von 10:0. „Wir haben vor allem die erste Reihe der Eisbären nicht in den Griff bekommen“, konstatierte der Neusser Co-Trainer Udo Tursas beim Trainertalk nach dem Spiel.

Die Eisbären zeigten sich nach dem zuletzt sich ziehenden Hauptrundenabschluss in starker Playoff-Form. Angemessen zum Beginn der Ausscheidungsspiele präsentierte sich das komplette Team auch im Anzug beim abschließenden Diner. Auf dem Eis glänzten sie in den neuen Playoff-Trikots. Auch unter den 670 Zuschauern präsentierten sich einige im neuen Gewand. Der Hammer Eisbären Supporters Club „Die Dicken Eisbären“ hatte pünktlich zum Playoff-Beginn seine Bergbautrikots an den Start gebracht. Die in Gedenken an die Hammer Bergbaugeschichte entwickelten Jerseys verbindet ein modernes Design mit klassisch-traditionellen Elementen. Am Sonntag geht es dann weiter in Neuss, wo das erste Bully um 20 Uhr angesetzt ist.

Ein besonderer Genesungsgruß geht an Volker Nickel. Der Fotograf, dessen Bilder zahlreich die Eisbären-Homepage schmücken, wurde von einem Puck im Gesicht getroffen und musste ins Krankenhaus.