Ohne Nachsitzen ins Halbfinale

Die Hammer Eisbären haben auch die letzte der Playoff-Begegnungen gegen den Neusser EV für sich entschieden. Beim 7:4 (2:1, 2:2, 3:1) taten sich die Hammer gegen den Achten der Hauptrunde vor 647 Zuschauern wesentlich schwerer als noch beim 10:0-Erfolg vor Wochenfrist. Es war den Gästen anzumerken, dass es ein Alles-oder-Nichts-Spiel für sie war. Sie halten das Geschehen lange offen. „Neuss hat das taktisch sehr gut gemacht“, lobte Eisbären-Trainer Ralf Hoja den Gegner nach dem Match.

Spielerisch waren die Eisbären von Beginn an die bessere Mannschaft. Kevin Trapp brachte Hamm in der 5. Minute in Führung. Doch bei diesem Treffer blieb es lange. Die Neusser machten dann quasi aus dem Nichts den Ausgleich, als der wieder eingesetzte Routinier Holger Schrills eine Unachtsamkeit in der Eisbärendeckung zum 1:1 nutzte (14.). Zwei Minuten vor der ersten Pause war Oliver Kraft bei seinem Weg auf das Neusser Tor nur durch ein Foul zu stoppen. Den folgenden Penalty verwandelte Kevin Orendorz in souveräner Manier (18.).

Direkt nach Beginn des zweiten Abschnitts legte Orendorz das 3:1 auf Zuspiel von Lukáš Nováček, der nach auskurierter Verletzung wieder dabei war, nach (21.). Wer jetzt dachte, dass die letzten 39 Minuten von Eisbären im Vorbeigehen absolviert werden könnten, sah sich getäuscht. Neuss glich durch einen Doppelschlag von Schrills (25.) und David Bineschpayouh (26.) aus. Der Gast gab kämpferisch alles, aber zog dabei auch so manche Zwei-Minuten-Strafe. Kevin Thau nutzte eine Überzahlsituation schließlich zur erneuten Eisbärenführung (34.). Mit dem 4:3 ging es dann auch in die letzte Drittelpause des Abends.

Kevin Thau zum 4-3

Im Schlussabschnitt hatte Hoja umgestellt und Michal Špaček in die Offensive beordert. Was sich auch gleich bei der nächsten Überzahlsituation auszahlte. Auf Zuspiel von Nováček erhöhte Špaček mit einem Schlagschuss von der blauen Linie auf 5:3 (43.). Neuss gab sich immer noch nicht geschlagen. Thum verkürzte auf 5:4 (53.). Erst Špačeks zweiter Treffer (53.) und der dritte von Orendorz (56.) machten den Deckel auf den Eisbären-Sieg und sicherten den Einzug ins Playoff-Halbfinale ohne Nachsitzen. „Wir haben es euch so schwer wie möglich gemacht“, war der Neusser Coach Boris Ackermann nach dem Ausscheiden nicht unzufrieden mit seinem Team. Hoja zog folgendes Fazit: „Wir haben uns heute sehr schwer getan. Ich bin froh, dass wir es geschafft haben. Wir haben in der richtigen Phase die Tore erzielt.“

Für die Eisbären heißt es nun kurz durchzuschnaufen, bis es am kommenden Freitag im Halbfinale weitergeht. Der kommende Gegner ist entweder die EG Diez-Limburg, die sich auch mit drei Siegen gegen die Ratinger Ice Aliens durchsetzte, oder Dinslaken, das knapp in Neuwied unterlag und beim Playoff-Stand von 1:2 nun zwei Siege braucht.

Das Sonntag spielfrei ist, heißt aber nicht, dass die Eisbärenfans auf packenden Sport verzichten müssen. Mit ihrer Eintrittskarte vom Neuss-Spiel haben sie am heutigen Samstag (23. Februar) freien Eintritt beim Duell der Basketballer der TuS 59 HammStars in der 2. Regionalliga gegen den TSVE Bielefeld ab 19.30 Uhr in der Märkischen Sporthalle.