Eisbären starten im Playoff-Halbfinale mit Heimsieg

Das erste Halbfinale zwischen den Hammer Eisbären und den EG Diez-Limburg Rockets war an Spannung kaum zu überbieten. Am Ende setzten sich die Eisbären dank eines Penalty-Treffers von Kevin Orendorz zum Sudden Death in der Overtime mit 5:4 (1:0, 1:1, 2:3, 1:0) durch. 1:01 Minute zeigte die Uhr der LED-Tafel da noch an.

Von Beginn lieferten beide Mannschaften vor 807 Zuschauern eine temporeiche Partie. Die Eisbären traten mit fast vollem Kader an, lediglich der Langzeitverletzte Tim Pietzko fehlte. Die Gäste mussten dagegen mit Torwart Steve Themm, Tobias Schwab und Jeff Smith auf drei Leistungsträger verzichten. Smith sah am Freitagabend Vaterfreuden entgegen. „Ich hoffe, dass er Vater geworden ist und am Sonntag wieder dabei ist“, meinte EGDL-Coach Stephan Petry nach dem Spiel in Hamm. Das Fehlen der drei war den Rockets aber nicht anzumerken. Sie hielten von Beginn an dagegen. Beide Teams standen auch hinten gut, so dass es lange torlos blieb. Kevin Thau sorgte erst kurz vor der ersten Pause für das 1:0 (19.).

Auch der zweite Abschnitt blieb lange ohne Tore. Die Eisbären überstanden standen zwei Unterzahlsituationen und erhöhten in der 38. Minute durch Orendorz auf 2:0. Kurz darauf musste Robin Loecke wegen Hakens zwei Minuten vom Eis. Dieses Mal ging die Unterzahlphase für die Eisbären nicht unbeschadet über die Bühne. Limburg nutzte das Powerplay zum Anschlusstreffer. Emanuel Grund schoss von der blauen Linie das erste Tor für Limburg-Diez (39.).

Das dritte Drittel wurde dann ein offener Schlagabtausch. Eisbären-Torwart Sebastian May bekam es mit richtig Arbeit zu tun. Mit einem überragenden Save verhinderte er den Ausgleich in der 44. Minute. Eine Minute darauf erhöhte Thau auf 3:1 (45.). Die Gäste gaben sich aber nicht geschlagen. André Bruch (47.) und James Hill (49.) sorgten für den Ausgleich. Die Eisbären fingen sich aber wieder und verhinderten zunächst weitere Gegentreffer. Aber vorne lief es nicht mehr ganz so rund. Selbst eine 5:3-Überzahl wurde nicht genutzt. Als dann doch eine tschechische Kombination von Michal Špaček und Lukáš Nováček zum 4:3 führte (58.), war die Freude groß. Doch es war noch nicht der Siegtreffer für Hamm. Hill glich per Penalty nochmals aus (59.). In der anstehenden Verlängerung war es dann schließlich wieder ein Penalty, der die Entscheidung für Hamm bedeutete. Der Treffer von Orendorz bescherte den ersten Heimsieg über die Rockets in dieser Saison.

„Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Normal geht es nach hinten los, wenn man eine Führung nicht hält. Die beiden Gegentreffer durch die Mitte zum 3:3 ärgern mich“, meinte Eisbärencoach Ralf Hoja. Petry war stolz auf seine Mannschaft: „Jeder hat alles gegeben.“ Beide Trainer freuen sich nun auf das zweite Duell am Sonntag (3. März) am Diezer Heckenweg (19.30 Uhr). Die Eisbären werden dabei von einem Fanbus begleitet. An die beiden Begegnungen bei den Rockets in der Hauptrunde sind die Erinnerungen im Hammer Lager gut. Nun hofft die Eisbärenfamilie, dass auf diese Siege ein dritter folgt.