Fehlstart in die Playoff-Finalrunde

Die Hammer Eisbären verpatzten den Auftakt der Finalserie gegen den Herforder EV deutlich. Mit 2:7 (1:1, 0:3, 1:3) unterlag Hamm im ersten Duell mit dem langjährigen Rivalen aus Ostwestfalen vor über 1500 Zuschauern in der Helinet-Eissportarena. „Ich hätte heute schwarz tragen sollen, das war eine Beerdigung. Wir waren Herford heute in fast jeder Position unterlegen“, ärgerte sich Eisbären-Coach Ralf Hoja nach dem eindeutigen Match.

Dabei hatte es gar nicht so schlecht angefangen für die Eisbären. Im ersten Drittel hatten sie deutlich mehr vom Spiel und prüften Gäste-Goalie Kieren Vogel mehrmals, aber mehr als das 1:0 von Lukáš Nováček (16.) sprang nicht heraus. Herford stand tief in der Deckung und lauerte auf Konter, die immer wieder gefährlich waren. Belohnt wurden die Ostwestfalen kurz vor Drittelende. Drei Sekunden waren noch auf der Uhr, als es ein Bully vor dem Hammer Tor gab. Staudt erhielt die Scheibe und brachte sie mit der Pausensirene per Rückhand zum 1:1 im Hammer Tor unter (20.).

Im zweiten Durchgang zeigte sich Herford dann eiskalt und effektiv. Mit einem Doppelschlag der beiden Kanadier Benjamin Skinner und Killian Hutt (beide 28.) machten die Gäste das 1:3. Matyas Kovács legte in der 36. Minute von halblinks das 1:4 nach. Alle drei Tore im zweiten Drittel fielen, als beide Mannschaften vier Akteure auf dem Eis hatten. Also als jeweils ein Hammer und ein Herforder auf der Strafbank saßen.

Im Duell des Meisters von 2017 gegen den von 2018 keimte direkt zu Beginn des dritten Abschnitts nochmal Hoffnung für die Eisbären auf. Hamm gelang bereits nach 32 Sekunden das 2:4. Kevin Orendorz zog von der blauen Linie ab und von einem Herforder Spieler aus gelangte die Scheibe ins Tor (41.). Doch dieser Treffer sollte der letzte für die Eisbären sein an diesem Abend. Herford schlug mit einem erneuten Doppelschlag unbarmherzig zurück. Hutt (44.) und Kovács (45.) machten mit ihren Einschüssen zum 2:6 den Deckel drauf für Herford. Skinner legte schließlich noch das 2:7 (16.) nach.

Trotz aller Enttäuschung richtete Ralf Hoja den Blick auf das zweite Duell am Sonntag (18.30) in Herford: „Düsseldorf hat in den Playoffs in der DEL auch 2:7 verloren und heute gewonnen. Wir müssen für Sonntag einen Weg finden und anders raus kommen.“ Sein Gegenüber Jeff Job war hoch zufrieden und meinte: „Wir haben sehr gut gespielt und verdient gewonnen.“ In Herford im Spiel zwei der Finalserie in der Eishalle „Im kleinen Felde“ werden die Hammer Eisbären von zwei Fanbussen begleitet. Mit der Unterstützung der treuen Anhänger möchten die Eisbären die Finalserie mit einem Sieg wieder offen gestalten.