Eishockey-Kracher: Hammer Eisbären melden für eine andere Spielklasse

Die Entscheidung ist gefallen. Die Hammer Eisbären wagen den Sprung in die Eishockey-Oberliga Nord und haben beim Deutschen Eishockey-Bund bereits offiziell für die dritthöchste deutsche Spielklasse gemeldet.

Hamm – Hannover Scorpions statt Neusser EV, Hamburg Crocodiles statt Dinslakenener Kobras, dazu das alte Westderby gegen den Herner EV  – die Fans der Hammer Eisbären können sich in der kommenden Saison wieder auf attraktivere Gegner als in den vergangenen Regionalliga-Jahren freuen.

Wie Manager Jan Koch bestätigt, hat der Verein seine erste Mannschaft beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) für die Oberliga Nord gemeldet. Das ist immerhin unter der DEL und der DEL2 die dritthöchste Klasse, in der teilweise auch schon unter professionellen Bedingungen gearbeitet wird.

Die endgültige Entscheidung fiel in einem letzten Gespräch mit den Eisbären-Verantwortlichen Jan Koch und Werner Nimmert sowie den Vorstandsmitgliedern von Lippe Hockey Hamm, Daniel Fuest (1. Vorsitzender), Marina Nietwitzki (2. Vorsitzende) und Tobias Huster (Geschäftsführer). „Der Verein geht dabei kein Risiko ein“, versichert Koch, „weil die erste Mannschaft als Spielbetriebs GmbH ausgegliedert ist“, betont der Manager. „Lippe Hockey Hamm besitzt aber das Spielrecht und muss das Team entsprechend beim DEB melden.“

Regionalliga nicht mehr attraktiv

Sportlich hatten sich die Eisbären nicht für die höhere Klasse qualifiziert. Doch da es sich zuletzt abzeichnete, dass die Regionalliga West vermutlich nur noch mit sechs Mannschaften in die neue Spielrunde starten würde, sahen sich die Verantwortlichen in Werries praktisch zu diesem Schritt gezwungen. „In einer Regionalliga West hätten wir unter diesen Umständen nicht mehr überleben können. Wir müssen auch an den Hallenbetreiber, die Hammer Eis eG, denken, die einfach regelmäßige Veranstaltungen benötigt, um den Eishockey-Standort Hamm überhaupt erhalten zu können“, erklärt der Manager.

Deswegen hatte Koch, nachdem es sich abzeichnete, dass es keine weiteren Interessenten für die Regionalliga geben würde, zuletzt auch an einer Videokonferenz mit dem DEB, dem Landesverband und interessierten Oberliga-Vereinen teilgenommen.

Dabei wurde deutlich, dass der Deutsche Eishockey-Bund die Eisbären sehr gerne in der Oberliga Nord aufnehmen würde. Der Landesverband NRW wird, so Koch, dafür auch die Freigabe erteilen. Die Hammer nehmen jetzt zunächst einmal am Lizensierungsverfahren des DEB teil. Zudem muss der Verein eine einmalige Bürgschaft in Höhe von 10 000 Euro als Sicherheit hinterlegen. „Wir haben unsere Absicht erklärt. Jetzt liegt es allein am DEB, ob wir in der kommenden Saison in der Oberliga Nord spielen dürfen oder nicht“, sagt Jan Koch.

Zwei Teams begleiten die Eisbären

Nach WA-Informationen werden wahrscheinlich zudem der Herforder EV und die EG Diez-Limburg aus der Regionalliga West in die höhere Klasse wechseln. Dagegen ziehen sich die Duisburger Füchse aus finanziellen Gründen aus der Oberliga zurück. Ebenso – das wurde am späten Freitagabend bekannt – die finanziell angeschlagenen Moskitos aus Essen. Somit könnte es eine Nord-Staffel mit 13 Vereinen geben.

Quelle: https://www.wa.de/sport/hamm/eishockey-hammer-hammer-eisbaeren-melden-eine-andere-spielklasse-oberliga
Autor: Peter Schwennecker